Heute war es anstrengend! Es ist deutlich zu merken, wie unterschiedlich die Klasse auf verschiedene Lehrer reagiert, denn Kathrin ist heute nicht da. Eine Sache fällt mir auf: Wenn die Schüler auf englisch vorlesen sollen, verbessert Kathrin sie kaum, obwohl andauernd Grund dazu bestünde! Heute macht eine andere Lehrerin Unterricht, die Schüler lesen Satz für Satz vor, die Lehrerin verbessert. Die Schüler reagieren unwillig und ungehalten darauf, sie fühlen sich gestört. Und an ihrer Aussprache verändert sich eigentlich gar nichts. Unwillig und ungehalten ist sowieso mehr oder weniger das Motto des Tages. Heute benehmen sich auch Kinder daneben, die sonst eher unauffällig sind. Und die „üblichen Verdächtigen“ geben das Ihrige dazu! Am Schwierigsten daran empfinde ich, dass für uns Praktikanten heute nur hospitieren dran ist. Ich fühle mich machtlos, diesem Dauerkonflikt nur zusehen zu können. Nicht dass ich denke, mein Eingreifen würde etwas bewirken. Aber man hätte was zu tun … Ausserdem fürchte ich mich ein bisschen vor morgen, denn dann sind meine Kommilitonin und ich allein (und zwar ganz allein) mit der Meute. Kathrin ist immer noch weg, und die zweite Lehrerin hat ihren freien Tag. Es geht um die ersten beiden Doppelstunden, danach sind noch zwei Stunden Schwimmen. Wir sind gefragt worden, ob wir uns das zutrauen, denn dann bliebe der Klasse dauernd wechselnde Vertretungslehrer erspart.
Mittwoch, 20.2.08: Verbessern oder nicht verbessern?
Februar 28, 2008 von frau kübler