So, ich habe mich nun doch entschieden, einen Blog anzufangen. Bisher konnte ich mir nicht so recht vorstellen, regelmäßig Texte für mich – und andere– zu schreiben. Mit der Öffentlichkeit habe ich so meine Schwierigkeiten. Immerhin stelle ich meine Person, meine Ansichten und – gute wie schlechten – Erfahrungen dar. Dabei geht es eigentlich nur darum, mein Praktikum zu dokumentieren. Aber es geht schon damit los, wie der Blog eigentlich heissen soll. Und wie soll das ganze gestaltet sein? Wie gesagt, man will sich ja authentisch präsentiert sehen.
Ich habe im Sommersemester 2007 mein Studium begonnen. Ich möchte Grund- und Mittelstufenlehrerin werden. Meine Unterrichtsfächer sind Deutsch und Technik/Textil & Bekleidung. Das erste Semester ist schon bewältigt, das zweite ist gerade mit einer heißen Schlussphase zu Ende gegangen. Nun soll sich das erste Schulpraktikum anschließen. Morgen, Montag geht es los. Es handelt sich um ein integriertes Praktikum, das heißt, das Praktikum wurde in einem Seminar vorbereitet und in einem weiteren Seminar wird es nachbereitet. Das Seminar heißt „Digitale Medien und Werkzeuge in der Schule“. Wir haben viel erfahren über Blogs, Wikis, interactive Whiteboards und dergleichen. Natürlich sind wir aufgefordert uns nicht nur im Seminar mit dem Thema zu beschäftigen. Um einen Schein zu bekommen, soll ein Portfolio erstellt werden auf dessen Grundlage später der Praktikumsbericht geschrieben wird. Eine gute Gelegenheit, das Bloggen als Werkzeug zu nutzen. Stellt sich noch die Frage, wen und ob mein Blog wohl jemanden interessiert. (Außer natürlich meinen Dozenten, der ja irgendwie dazu vepflichtet ist.) Ich bin gespannt, ob auch mal Kommentare zu meinen Beiträgen eingehen. Setzt ja voraus, dass irgendwer von meinem Blog weiß. Soll ich etwa anderen den Link zu meinem Blog schicken, oder schreibe ich eher nur so vor mich hin und warte, was kommt. Mal sehen …
Eine andere Möglichkeit wäre, eine Art Materialsammlung anzulegen in dem Programm Study.log. Erschien mir zuerst naheliegender, denn in so einer normalen Semesterwoche war ich froh, zuhause angekommen zu sein und weit entfernt davon, Gedanken schriftlich zu formulieren und ins Internet zu stellen.
Aber gut, nun da das Praktikum so kurz bevor steht, sehe ich, dass das Bloggen vielleicht doch eine gute Idee ist. Letzten Donnerstag fand unser Seminar zum letzten Mal statt und ich hatte Gelegenheit mit meiner Mentorin Kathrin über die nächste Woche zu sprechen. In ihrer 6. Klasse einer Förderschule werde ich die nächsten vier Wochen hospitieren und auch selbst unterrichten. Wir haben besprochen wann es Montag los geht, wie lang wir (ich und eine Kommilitonin) dableiben sollen, was so die Woche über anliegt und so weiter. Kathrin hat uns bereits mit reichlich Material versorgt. Unter anderem hat sie uns von jedem Schüler ein Foto mit einer kurzen Beschreibung dazu mitgebracht. Die Texte haben mir gut gefallen. Ihnen ist anzumerken wie sie zu ihren Schülern steht. Warmherzig und wohlwollend beschreibt sie ihre Truppe mit all den Vor- und Nachteilen … Kathrin hat mir auch den Namen für meinen Blog geliefert. Sie sagte, sie würde uns der Klasse am Montag mit unseren Nachnamen vorstellen. Eigentlich keine große Sache, sondern selbstverständlich, aber irgendwie doch signifikant weil es offiziell ist.
Jedenfalls fühlte ich mich nach diesem Gespräch schon viel mitteilungsbedürftiger und habe Lust zu schreiben bekommen. Schön wäre natürlich, wenn mit dem einen oder anderen Blogger aus dem Seminar ein Erfahrungsaustausch stattfinden kann. Man wird sehen.
Nun ist es schon spät und die Schultasche will noch gepackt werden.
Viel Spass beim Praktikum, ich freue mich schon auf weitere Berichte, Frau Kübler.
Gerade habe ich noch über Kommentare sinniert, da habe ich schon einen! Hallo Gunnar, auch dir viel Spaß!